Warum sollte man in den USA hosten?
Ich kann hier sagen:
McDonald finde ich absoluten Müll - Deren Produkte würde ich niemals kaufen weil sie einfach pervers schmecken!
Als ich als braver Deutscher 1984 nach New York kam, rannte eines Tages ein bärtiges Gesicht mit stinkenden Mund in mich und zwang mir einen Flyer auf. Dort stand in roter Schrift;
Ich bin der Sohn Jesus! Tötet alle Ungläubigen!
abgesehen davon das der gute Mann offensichtlich etwas wirr im Kopf war, Gott hab ihn Seelig, machte ich ähnliche Erfahrungen beinahe jeden Tag. Ich lernte rasch, das Flyer kein Impressum oder sonstwie eine Angabe über den Verantwortlichen haben müssen.
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"Congress shall make no law … abridging the freedom of speech, or of the press…." Das ist mal eine klare Aussage: "shall make no law.". Selbst Porno ist durch die Meinungsfreiheit geschützt!
Während in Deutschland die Obrigkeit mit Zensur interveniert (damit meine ich die Gerichte), setzt man in den USA auf die Kraft der Überzeugung und damit auch auf die Mündigkeit des Bürgers.
Kein Staat auf der Welt hat sich so früh mit der Frage befasst, wer für die Meinungsäußerungen Dritter in einem Internet- Forum haftet, wie die USA. Bereits 1991 urteilte ein New Yorker Gericht im Fall Cubby gegen CompuServe, dass ein Service- Provider nicht dafür haftbar gemacht werden könne, was seine Kunden und Nutzer dort verbal trieben. Dieses und andere Urteile bildeten die Basis für die sogenannte Section 230 des Communications Decency Act von 1996. Äußerst klar konstatierte der:
"No provider or user of an interactive computer service shall be treated as the publisher or speaker of any information provided by another information content provider."
Diese äußerst weitgehende Freisprechung von jeder Verantwortung für Äußerungen und Handlungen Dritter stieß ab 1999 auf zunehmende Kritik: In zahlreichen Prozessen wurde sie von Betreibern von P2P- Börsen als Generalamnestie für die Copyright- Vergehen der P2P- Nutzer zitiert. Die Diskussion mündete in eine Ergänzung der US- Rechtspraxis, die heute die internationalen Standards im Umgang mit Beiträgen und Handlungen Dritter auf Internet- Plattformen definiert.
Anbieter von Diensten im Internet, die auch Aktionen von Nutzern ermöglichen, wurden verpflichtet, diffamatorische, das Persönlichkeitsrecht oder Copyrights und andere Eigentumsrechte verletztende Beiträge zu entfernen, wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden oder Kenntnis davon haben.
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, ist dies nicht mit Kosten verbunden. Betreibe ich ein Forum und hat dort ein User versehentlich einen Link auf ein Copyright geschütztes Produkt eingestellt, hafte ich nicht dafür, muss aber, falls mit der Rechteinhaber darauf aufmerksam macht -und er nachweisen kann der er wirklich der Rechteinhaber ist - diesen Link dann entfernen.
Weder muss ich für irgendwelche Schreiben aufkommen noch eine Anzeige befürchten.